Erhofft, erträumt, erkämpft | Europa!

20.11.2019
18:00 – 21:00 Uhr

Europäisches Haus, Berlin

Zurück nach Europa! So lautete der Schlachtruf, mit dem die Menschen in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei im Herbst 1989 weit mehr einforderten als nur eine außenpolitische Wende. Zurück nach Europa – das hieß: Zurück in eine Wertegemeinschaft, in der Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht nur auf dem Papier stehen. Und das hieß auch: Zurück in die eigene Geschichte, zur eigenen Identität, derer man sich nach 1945 gewaltsam beraubt sah. Doch schon beim EU-Beitritt 2004 war die Begeisterung für „Europa“ deutlich abgeflaut. Und heute liegen viele der östlichen Mitgliedstaaten mit Brüssel im Clinch – über genau jene Rechtsstaatlichkeit, für die die Menschen 1989 doch auf die Straße gegangen waren.

Was also ist geblieben von 1989? Was ist geworden aus der Aufbruchstimmung der Wendezeit? Welche Muster prägen das politische Denken der Pol*innen, Tschech*innen, aber auch der Ostdeutschen bis heute? Warum stehen die politischen Ziele, für die die Menschen 1989 demonstrierten, heute ganz offen zur Debatte? Was für ein Europa wollen wir überhaupt? Und wie kann jede/r Einzelne dazu beitragen?

Diese Fragen wollen wir mit dem feierlichen Abschlussevent der Europäischen Freiheitswochen diskutieren – und das aus vielen unterschiedlichen Perspektiven.

Das Programm wird Deutsch-Englisch gedolmetscht.

➤ Programm DE

➤ Programme ENG

Das Abschlussevent findet im Rahmen der Europäischen Freiheitswochen statt. Partner und Förderer: Institut In.Europa in Warschau, Association for International Affairs AMO in Prag, Deutsche Nationalstiftung, Deutsch-Polnische Gesellschaft, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Bundesstiftung Aufarbeitung und Auswärtiges Amt.